Moderation



Moderation ist eine Methode zur gemeinsamen Arbeit in Gruppen, unterstützt durch einen Moderator. Das Ziel ist, mit allen Gruppenmitgliedern einen gemeinsamen Lernprozess zu gestalten. Moderationsmethoden werden beispielsweise in der Organisationsentwicklung, in Seminaren, Konferenzen, Besprechungen, im Projekt- und Qualitätsmanagement, in Veränderungsprozessen und in Workshops eingesetzt

Moderation zielt darauf ab, die Kreativität der Teilnehmer zu fördern, Ideen allen zugänglich zu machen, gemeinsam zu Ergebnissen und Entscheidungen zu gelangen, die von der ganzen Gruppe im Konsens getragen und umgesetzt werden. Dabei ist im gesamten Gruppenprozess eine Beteiligung der Teilnehmer zu erreichen, so dass sie engagiert sind, gezielt Aufgaben lösen können, dabei ihre eigenen Interessen verwirklichen können und so weitgehend frei arbeiten. Bedeutsam für das Gelingen sind auch die Atmosphäre, die Rollen in der Gruppe, die Offenheit und der Umgang mit abweichenden Meinungen.

Vorgehensweise in einer KVP-Werkstatt

Vorüberlegte Dramaturgien für die Moderation helfen, das Ziel eines Projektes gemeinsam Schritt für Schritt anzusteuern und gleichzeitig alle Teilnehmer der Werkstatt an der gemeinsamen Ausgestaltung des Weges dorthin aktiv zu beteiligen. So engagiert und eingebunden, steigt der Wille zum praktischen Umsetzen des Geplanten in die tägliche Praxis.
Mit einer Folge von vorüberlegten Fragen und Thesen steuert dabei der Moderator das Gesprächsziel an und aktiviert gleichzeitig alle Teilnehmer, ihre unterschiedlichen Meinungen einzubringen. Vor aller Augen wird auf Pinwänden sofort Gemeinsames optisch deutlich, aber auch die Unterschiede werden fokussiert, um gemeinsam Klärungen herbeizuführen. Hier als Moderator den Diskurs so zu führen, dass es zu einem von allen getragenen Ergebnis in der Werkstatt kommt, ist professionelle Gruppenmoderation.
Ein vorbereiteter Gesprächsverlauf erlaubt dabei dem Moderator innerhalb eines bewusst gestalteten Spannungsbogens den Wechsel zwischen Informationen, Plenums- und Kleingruppen-Arbeit, bevor sie die Moderations-Ergebnisse zu gemeinsamen Aktivitäten oder Orientierungen zusammenführt.

Sie suchen nach einer professionellen Moderation?

Wir moderieren seit 30 Jahren komplexe Kommunikationsprozesse in Besprechungen, Workshops oder Konferenzen. Jede Situation erfordert ein spezielles Vorgehen, eine Dramaturgie, aber auch Improvisationskunst aus dem Stegreif. Flexibel im Denken gepaart mit solidem Methodenwissen stellen wir uns darauf ein und treffen "ad hoc" Entscheidungen mit der entsprechenden Souveränität.

Der Umgang mit Einwänden, die Reaktion auf markante Charaktere, das Aktive Zuhören gehören deshalb genauso zu unserem Repertoire wie konkrete Fragetechniken.

In unseren Moderationen gilt der Grundsatz: So viel Führung wie nötig und so viel Beteiligung wie möglich. Dadurch wächst die Akzeptanz der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, was gerade für Veränderungen im Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) Grundvoraussetzung sein muss. Die Anwendung von Ideenfindungsmethoden im Problemlösungsprozess hilft aus dem vorhandenen kreativen Potential gezielt Lösungen zu entwickeln.

Moderatoren: Anja Schmitt, Ronald Büssow

Wissenswertes zur Moderation



Rolle und Aufgaben des Moderators

Rolle und Aufgaben des Moderators



Die Rolle des Moderators ist vielseitig und jedes Mal eine neue Herausforderung. Der Moderator ist Organisator und Drehbuchautor des Moderationsprozesses, Dokumentar und Verwalter des Inhalts, Kommunikator und Ergsbnisfilter, Dolmetscher und Steuermann der Gruppe in einer Person. Er gewährleistet den Prozess der Entscheidungsfindung oder Problemlösung unter Einbeziehung und Zustimmung aller Gesprächsteilnehmer.

Die grundlegenden Kompetenzen eines Moderator sind daher Organisationstalent, Neutralität und Durchsetzungsvermögen. Darüber hinaus sind ein analytischer Verstand, Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen, eine hohe Konzentrationsfähigkeit und besondere rhetorische Fähigkeiten gefordert. Mit diesen Kompetenzen löst der Moderator folgende Aufgaben:

  • Den Ablauf präzise planen, strukturieren, durchführen und ggf. improvisieren
  • Konkrete Ziele und Moderationsinhalte formulieren
  • Ergebnisorientierte Fragen stellen
  • Kritische Situationen entschärfen, ohne zu diskreditieren
  • Sachliche Inhalte in Kurzform richtig wiedergeben
  • Alle Gesprächsteilnehmer zu konstruktiven Beiträgen motivieren
  • Zurückhaltenden Teilnehmenden Raum verschaffen
  • Egozentrische Teilnehmende in ihre Schranken weisen
  • Eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre schaffen
  • Konflikte entschärfen und gegebenenfalls klären

Moderationstechniken

Moderationstechniken



Ein guter Moderator verfügt über eine Vielzahl an Kommunikations-, Gesprächs- und Moderationstechniken, die er zielgerichtet auswählt, kombiniert und variiert. Hier sollen exemplarisch zwei Moderationstechniken vorgestellt werden.

Die meist eingesetzte Methode der Moderation ist vermutlich die Metaplan-Technik:
Der Moderator arbeitet mit großen, auf Stellwänden befestigten Plakaten, den sog. Metaplan-Wänden, die jeweils einem Thema zugeordnet sind. Auf Karten oder in Form von Zurufen formulieren die Teilnehmenden Vorschläge und Aspekte, die auf den Plakaten gesammelt, nach Themenbereichen, Zusammenhängen und Priorität sortiert und zu einer nachvollziehbaren Struktur zusammengefügt werden. So entstehen Cluster. Über  selbstklebende Punkte erfolgt eine Bewertung der Beiträge durch die Teilnehmenden, die eine Priorisierung erkennen lässt. Durch farbliche Markierungen zeigt der Moderator Zusammenhänge auf und kennzeichnet Gegensätze, z. B. mit dem Symbol eines Blitzes. Ziel des Ganzen ist, dass Fakten besser aufgenommen und verarbeitet werden.

Zur Erfassung möglichst aller Lösungsansätze ist das Brainstorming eine geeignete Methode:
Beim Brainstorming werden von allen Teilnehmenden ungeordnet und spontan Assoziationen oder Ideen zu Begriffen und Themen genannt. Die wichtigste Grundregel hierbei ist: Es wird keine Kritik geübt, der Phantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt.

Verschiedene Fragetechniken helfen der Diskussion:

  • die offene Frage ("Wie bewerten Sie den Sachverhalt?")
  • die Zuruf-Frage ("Welche Aspekte sind für die Problemlösung von Bedeutung?")
  • Zielgerichtete Fragen ("Wer ist mit dem Problem befasst?")
  • Alternativ-Fragen ("Welche Alternativen gibt es?")
  • Fragen, die sich auf Fähigkeiten der Teilnehmenden beziehen

Neben gezielten Frage ist die Technik des "aktiven Zuhörens" ist unerlässlich in der Moderation. Auf diese Weise signalisiert der Moderator Interesse, er kann Gesagtes besser speichern und gleichzeitig wichtige Aspekte, die manchmal nur in einem Nebensatz fallen, herausfiltern und thematisieren.

Moderationsanlässe

Moderationsanlässe



Eine Moderation ist grundsätzlich in allen Formen von Gruppenbesprechungen einsetzbar:

  • Meetings, Plenen
  • Vorstandssitzungen
  • Kongressveranstaltungen
  • Projekt- oder Teambesprechungen

Der Einsatz eines Moderators empfiehlt sich, sobald Kontroversen zu erwarten sind. Dies ist der Fall wenn:

  • das Diskussionsthema äußerst komplex ist
  • innerhalb der Gruppe bereits emotionale oder fachliche Auseinandersetzungen aufgetreten sind
  • eine Konkurrenzsituation zwischen einzelnen Teilnehmenden besteht
  • eine schwierige Entscheidung zu treffen ist
  • thematisches Konfliktpotenzial besteht

Die Moderation erleichtert die Auswahl einer Lösung aus mehreren Alternativen, weil sie den Fokus immer wieder Entwicklung und Stand des Entscheidungsprozesses legt.

Auch zur Entwicklung neuer Strategien eignet sich die Moderation, weil sie durch ihre Struktur und Fragestellungen sicherstellt, dass alle Möglichkeiten, Chancen und Risiken einer künftigen Entwicklung erkannt und bewertet werden. Eine Moderation ist somit aus sinnvoll bei:

  • der Schaffung und Überprüfung komplexer Organisationsstrukturen
  • der Optimierung von Arbeitsabläufen
  • der Vorbereitung oder Durchführung neuer Vorhaben oder Aktivitäten

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